Zum Inhalt springen
SONNWINN
Luftbild einer Freiflächen-Photovoltaikanlage mit Schotterwegen und begrünten Randflächen zwischen Feldern

Entwässerungsgutachten für PV‑Freiflächenanlagen

Wir stellen dar, ob und wie eine geplante Anlage das Niederschlags-Abflussverhalten der Fläche und die Hochwassergefahr in der näheren Umgebung verändert – als Grundlage für das Genehmigungsverfahren.

Anlass

Im Genehmigungsverfahren einer PV-Freiflächenanlage prüfen die Behörden auch die Risiken durch Starkregen und Hochwasser. Je nach Region und Behörde wird dafür ein Entwässerungsgutachten gefordert.

Das Gutachten beschreibt das Niederschlags-Abflussverhalten (NA-Verhalten) der Projektfläche vor dem Bau und stellt ihm die Änderungen durch den Bau der Anlage gegenüber.

Im Allgemeinen beeinflusst der Bau einer PV-Anlage das NA-Verhalten einer Fläche nicht negativ. Wo das Gutachten Handlungsbedarf zeigt, beschreiben wir Maßnahmen.

Inhalt des Gutachtens

  • Beschreibung des NA-Verhaltens der Fläche vor und nach dem Bau
  • Einschätzung des Einflusses auf die Hochwassergefahr in der Umgebung
  • Umfang nach Anforderung: von der Basis-Variante bis zur hydrodynamischen Modellierung
  • falls nötig: Maßnahmen, die sich mit geringem Eingriff in die Planung einfügen
  • Gutachten in Deutsch oder Englisch

Gutachtenvarianten

Der Umfang richtet sich nach den Fragen, die im Genehmigungsverfahren zu beantworten sind.

Varianten im Vergleich
Basis-VarianteProjektspezifische FragenHydrodynamische Betrachtung
ZweckKurzbetrachtung der NiederschlagsabflusssituationAntwort auf konkrete Fragen, etwa aus der Öffentlichkeitsbeteiligungdetaillierter Vergleich der Wasserflüsse nach einem Starkregenereignis
MethodeLiteraturrecherche, Geländeeinschätzung, Recherche des räumlichen Bezugsje nach Frage: GIS-gestützte Fließweg- und Senkenanalysen, Abgrenzung der Einzugsgebietehydrodynamisches Modell der Projektfläche
Simulation der Abflüsseneinfallabhängigja, zeitlicher Verlauf von Wassertiefen und Abflüssen
EinsatzRegelfallbei Einzelfragen im Verfahrennur bei Spezialflächen notwendig

Basis-Variante

Kurzbetrachtung mit folgenden Punkten:

  • Literaturrecherche zur Auswirkung von PV-Anlagen auf den Niederschlagsabfluss von Freiflächen
  • Einschätzung des Anlagengeländes: Gesamteindruck, gegebenenfalls kritische Zonen
  • Recherche des räumlichen Bezugs der Fläche, etwa der Niederschlagsmengen
  • allgemeine Empfehlungen zur Verbesserung der Abflusssituation

Projektspezifische Fragen

Im Genehmigungsverfahren, etwa in der Öffentlichkeitsbeteiligung, kommen oft sehr konkrete Fragen auf, zum Beispiel: „Steigt an meinem Haus flussabwärts die Überschwemmungsgefahr?“ Die Methode richtet sich nach der Frage.

Hydrodynamische Betrachtung

Bei Bedarf erstellen wir mit dem Fachbereich Hydrologie der Universität Kassel ein hydrodynamisches Modell der Projektfläche. Üblich sind eine Rasterweite von 1 m und ein Zeitschritt von 1 Minute. Die Ergebnisse geben mehr Sicherheit bei der Bewertung des NA-Verhaltens.

Karte der Geländeneigung einer Projektfläche in sechs Klassen von unter 3 bis über 20, mit Höhenlinien, Höhenangaben und Maßstabsleiste 100 m
Digitales Geländemodell einer Projektfläche in Falschfarben mit reihenförmigen Geländestrukturen und Höhenlinien

Maßnahmen

Zeigt das Gutachten, dass sich der Abfluss nachteilig verändert oder Bereiche der Fläche kritisch sind, schlagen wir Maßnahmen vor, die mit geringem Eingriff in das Projekt umsetzbar sind. Die Basis-Variante enthält allgemeine Empfehlungen zur Verbesserung der Abflusssituation; die hydrodynamische Betrachtung liefert die Grundlage für die Planung konkreter Wasserrückhaltemaßnahmen.

Nasse Wiese mit tiefen Fahrspuren und Pfützen vor einem Waldrand
Luftbild einer Photovoltaikanlage auf einem begrünten Flachdach

Weitere Gutachten für das Genehmigungsverfahren

Blendgutachten

Blendwirkung auf Verkehrswege und Anwohner, simulationsgestützt ermittelt.

Schallgutachten

Schallimmissionsprognosen nach TA Lärm für Batteriespeicher, Wechselrichter und Transformatoren.

RPS-Analyse

Abstände von Modultischen, Stationen und Zaun zur Bundesfernstraße nach RPS 2009.

Landschaftsbildanalyse

Sichtbarkeit der Anlage und Bewertung der Wirkung im Landschaftsbild.

Häufige Fragen

Wann wird ein Entwässerungsgutachten für eine PV-Anlage verlangt?

Das hängt von der Region und der zuständigen Behörde ab. Prüft die Behörde im Genehmigungsverfahren einer PV-Freiflächenanlage die Risiken durch Starkregen und Hochwasser, fordert sie häufig ein Entwässerungsgutachten.

Verschlechtert eine PV-Freiflächenanlage den Wasserabfluss?

Im Allgemeinen beeinflusst der Bau einer PV-Anlage das Niederschlags-Abflussverhalten einer Fläche nicht negativ. Das Gutachten prüft dies für die konkrete Fläche und benennt, falls nötig, Maßnahmen.

Welche Gutachtenvariante brauche ich?

Für die meisten Flächen genügt die Basis-Variante, eine Kurzbetrachtung ohne Simulation. Eine hydrodynamische Betrachtung ist nur bei Spezialflächen notwendig. Konkrete Fragen aus dem Genehmigungsverfahren beantworten wir projektspezifisch.

Enthält die Basis-Variante eine Abflusssimulation?

Nein. Die Basis-Variante umfasst Literaturrecherche, Einschätzung des Geländes, Recherche des räumlichen Bezugs (etwa Niederschlagsmengen) und allgemeine Empfehlungen. Eine Simulation der Abflüsse enthält erst die hydrodynamische Betrachtung.

Können Sie Einwände aus der Öffentlichkeitsbeteiligung beantworten?

Ja. Fragen wie „Steigt an meinem Haus flussabwärts die Überschwemmungsgefahr?“ beantworten wir fallbezogen, oft mit GIS-gestützten Fließweg- und Senkenanalysen und der Abgrenzung von Einzugsgebieten.

Gibt es das Gutachten auch auf Englisch?

Ja, Entwässerungsgutachten erstellen wir in Deutsch oder Englisch.

Wie lange dauert ein Entwässerungsgutachten?

In der Regel zwei bis drei Wochen nach Vorlage vollständiger Unterlagen. Ist es dringend, sprechen Sie uns an.

Anfrage

Nutzen Sie das Formular, rufen Sie uns an unter +49 4103 121 4221 oder schreiben Sie an kontakt@sonnwinn.de – wie es Ihnen am liebsten ist.

Unterlagen müssen der Anfrage nicht beiliegen – nach Ihrer Anfrage helfen wir Ihnen, die erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen.

Welche Unterlagen hilfreich sind
  • Lageplan bzw. Belegungsplan der Anlage mit Geltungsbereich, Wegen, Zaun und Stationen, am besten als DWG, Shape oder KML
  • sofern vorhanden: Bodengutachten, Bebauungsplan und Hinweise der Wasserbehörde
Leistung

Technische Prüfungen

Gutachten

Planung und Beratung

Sonstiges

Vorhaben
Kontakt
* Pflichtfeld